Malware-Analyse
Wir zerlegen Schadsoftware in einer abgeschotteten Umgebung und liefern statt eines Laborberichts konkrete Erkennungsre…
AnsehenDigitale Forensik
Zwei Angriffe mit derselben Schadsoftware können von völlig verschiedenen Gruppen stammen. Umgekehrt bleibt eine Gruppe ihren Gewohnheiten treu, auch wenn sie das Werkzeug wechselt: Arbeitszeiten, Reihenfolge der Schritte, bevorzugte Wege für den Erstzugang. Diese Gewohnheiten sind aussagekräftiger als jede Signatur.

Die Merkmale
Arbeitsrhythmus, Pausen, erkennbare Zeitzone
welche Schritte in welcher Abfolge, wo abgekürzt wird
eigene Software oder ausschließlich Bordmittel
worauf zuerst zugegriffen wird — das verrät die Absicht
welche Spuren regelmäßig übersehen werden
Der Nutzen
Aus dem Muster lässt sich ableiten, was als Nächstes zu erwarten ist. Wenn eine Gruppe verlässlich zuerst die Sicherungssysteme aufsucht, bevor sie verschlüsselt, dann ist das der Ort, an dem die Erkennung scharf sein muss. Solche Ableitungen fließen als konkrete Regeln in Ihre Überwachung — nicht als allgemeine Empfehlung.
Die Auswertung stützt sich auf NeoI, unsere eigene Analyse-Engine. Sie vergleicht das beobachtete Verhalten mit dem, was in Ihrer Umgebung üblich ist, und erkennt damit auch Angreifer, die ausschließlich legitime Werkzeuge verwenden. Die Ergebnisse schärfen anschließend die Korrelation in Strider.
Der Innenblick
Dasselbe Verfahren erkennt Auffälligkeiten, die nicht von außen kommen: ein Konto, das kurz vor dem Ausscheiden systematisch Ablagen durchsieht, oder ein Zugriff auf Daten, die zur Rolle nicht passen. Wir werten das ausschließlich im vereinbarten Rahmen und in Abstimmung mit der Mitbestimmung aus — eine dauerhafte Verhaltensüberwachung von Beschäftigten richten wir nicht ein.
Die Einschätzung
Ein Verhaltensmuster ist ein Indiz, kein Beweis. Es hilft bei der Einordnung und bei der Priorisierung der Abwehr; es taugt nicht als alleinige Grundlage für eine Zuschreibung an eine bestimmte Gruppe. Wo es um Beweisführung geht, tragen die klassischen Verfahren — Malware-Analyse und Netzwerkforensik.
FAQ
Wir können sagen, welchem bekannten Vorgehen das beobachtete Verhalten ähnelt. Das ist eine Einordnung, keine Zuschreibung. Für eine belastbare Aussage über die Urheberschaft reicht ein Verhaltensmuster nicht — es lässt sich nachahmen, und Ähnlichkeit ist kein Beweis. Wir schreiben in den Bericht, wie sicher eine Einordnung ist.
Nein. Eine dauerhafte Verhaltensüberwachung von Beschäftigten richten wir nicht ein. Der Innenblick greift anlassbezogen, in einem vorab vereinbarten Rahmen und in Abstimmung mit der Mitbestimmung. Wo dieser Rahmen fehlt, arbeiten wir nicht.
Genug, um Normalverhalten von Abweichung unterscheiden zu können — in der Regel mehrere Wochen an Anmelde-, Prozess- und Netzdaten. Für die Untersuchung eines konkreten Vorfalls genügen oft die Protokolle des Zeitraums selbst. Was fehlt, sagen wir zu Beginn, statt es später als Unschärfe zu vermerken.
Nein, es ergänzt sie. Die Verhaltensanalyse zeigt, worauf zu achten ist und was als Nächstes zu erwarten wäre. Den Nachweis, was tatsächlich geschehen ist, führen Malware-Analyse und Netzwerkforensik. Beides zusammen ergibt das Bild.
Sie werden zu konkreten Erkennungsregeln in Ihrer Überwachung — das ist der eigentliche Ertrag. Ein Bericht, der beschreibt, wie der Angreifer vorging, ohne dass sich daraus etwas an Ihrer Erkennung ändert, war die Arbeit nicht wert.
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